Meine allererste Fondanttorte

Hei ihr Lieben,

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leider bin ich diesen Monat etwas spät dran mit meinem Blogpost zur Kooperation mit meinen Freundinnen Jana und Lisa von Schwesternduett. Da wir alle drei im Juli Geburtstag haben, stand diesen Monat das Thema „Happy Birthday“ auf unserer Liste. Für meinen Geburtstag habe ich dieses Jahr allerdings einen relativ unspektakulären Kuchen gebacken, der mir dann doch zu langweilig für einen Post erschien.

Nun schaue ich mir in letzter Zeit richtig gerne die Vlogs von Nancy auf ihrem Kanal Mamiseelen an und sie backt zu den Geburtstagen ihrer Kinder immer so liebevolle Fondanttorten. Diese Torten waren alle mit so viel Hingabe und Liebe zum Detail kreiert, dass ich richtig Lust bekommen habe mich auch einmal an einer solchen Torte mit Fondantüberzug zu versuchen. So entschied ich mich dazu meinen Eltern zu ihrer Silbernen Hochzeit eine kleine Fondanttorte zu backen und euch an diesem Rezept Teil haben zu lassen. 

Ich hatte bisher schon einige Horrorgeschichten vom Backen mit Fondant gehört und hatte etwas Angst, dass alles komplett in die Hose geht.Am Ende hat diese Backerei mehrere Stunden, viel Schweiß und auch ein paar Tränen gekostet, aber geklappt hat es trotzdem, auch ohne besondere kostspielige Tools, die die Profis immer alle benutzen 🙂

Wenn ihr auch schon immer Mal so eine Torte ausprobieren wolltet, dann bleibt dran und backt mein Rezept gerne mal nach! Bei den zwei Mädels von Schwesternduett gibt es auch ein richtig tolles Geburtstagstorten-Rezept, nämlich ein Schokoladen-Kaffee-Törtchen mit flambiertem Baiser.

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Nun können wir auch schon mit der Zubereitung der Torte beginnen. Wichtig: Man sollte dafür einen ganzen Tag einrechnen, morgens das Backen der Böden sowie die Herstellung der Ganache und am Abend die Fertigstellung der Torte sowie das Überziehen mit Fondant. (Alternativ: Böden und Ganache am Abend zubereiten und am kommenden Morgen Torte fertig stellen)

Rührkuchen (Ø 20cm Springform)

Anmerkung: Den Teig habe ich dann gleichmäßig aufgeteilt und auf zwei Springformen à 20 cm Durchmesser verteilt, so dass man am Ende vier Böden erhält (je zwei pro Blech).

Zutaten: 

  • 350g   Margarine
  • 180g   Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 6          Eier
  • 350g   Mehl
  • 1 Pck. Backpulver
  • etwas Butter-Vanille-Aroma (optional)

Zubereitung:

Zuerst den Backofen bei 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Für den Teig die Margarine mit dem Zucker sowie dem Vanillezucker gut schaumig schlagen. Nach und nach werden  die Eier dazu gegeben. Sobald eine gleichmäßige Masse entstanden ist,  Mehl und das Backpulver auf der niedrigsten Stufe untermischen. Zum Schluss können optional für einen vanilligen Geschmack ein paar Tropen Butter-Vanille-Aroma hinzugegeben werden.

Die Backformen gut einfetten und den Boden mit etwas Backpapier auskleiden. Anschließend den Teig gleichmäßig verteilen und ca. 45min backen. Wer nur eine Springform zur Hand hat, muss die Böden nacheinander backen und dementsprechend die doppelte Backzeit einrechnen. Wie immer ist es wichtig zu beachten, dass die Backzeit je nach Backofen variieren kann, daher  Stäbchenprobe nicht vergessen und den Kuchen nicht völlig aus den Augen lassen!

Die fertig gebackenen Böden auf einem Kuchenrost abkühlen lassen. Schließlich können sie aus der Form gelöst und jeweils waagerecht mit einem großen Schneidemesser in zwei gleich breite Häften aufgeschnitten werden, so dass am Ende vier Böden zur Verfügung stehen.

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Ganache 

Bei der Ganache habe ich mich für eine helle Creme mit weißer Schokolade entschieden. Für die Herstellung habe ich mich an das Rezept von Sally von Sallys Welt gehalten.

Zutaten:

  • 200g Sahne
  • 600g weiße Schokolade

Zubereitung:

Zunächst wird die weiße Schokolade in kleine Stücke gehackt. Anschließend die Sahne in einem Topf aufkochen lassen, dann den Topf vom Herd nehmen und die Schokostücke hinzugeben. Diese Mischung muss so lange verrührt werden bis sich alle Stücke vollständig aufgelöst haben. Die Ganache in ein großes Gefäß umfüllen und dann über den ganzen Tag/Nacht (je nach dem, wann die Torte hergestellt wird) kühl stellen, am besten in einem kühlen Raum, damit die Creme gekühlt ist, aber dennoch streichfähig bleibt.

Füllung und Fondantüberzug

Zutaten:

  • 1 Glas Himbeermarmelade
  • 750g    Fondant
  • etwas  Bäcker- oder Speisestärke

Optional: Dekoblümchen, zusätzlicher Fondant zur Deko (hier hab ich eine Packung pinken Fondant gewählt). Hierfür wird dann auch Kleber benötigt (ich habe Zuckerschrift genutzt).

Zubereitung:

Zunächst den ersten Boden mit Himbeermarmelade bestreichen, dann den nächsten Boden darauf setzen und das Prozedere wiederholen bis alle Böden aufeinander gestapelt sind. Auf dem letzten Boden natürlich keine Marmelade verteilen: Dies würde sich nicht mit dem Fondant vertragen. Der obere Boden wird nun mit der Ganache gleichmäßig bestrichen, so dass eine glatte Oberfläche entsteht. Schließlich wird die Torte auch noch außen mit der Ganache umhüllt.

Nun kommt der spannende und auch etwas nervenaufreibende Part, der aber letztlich besser geklappt hat als erwartet: Die Torte wird nun mit dem Fondant überzogen. Hierfür habe ich ein großes Nudelbrett aus Holz benutzt, diese gut gesäubert, um jegliche Unebenheiten zu vermeiden, und mit etwas Stärke bestreut.

Um den Fondant gut zu kneten, habe ich die beiden Fondantstücke in vier Teile aufgeteilt und den ersten geknetet. Dann das zweite Stück dazu untergeknetet usw. bis am Ende ein großer Klumpen Fondant übrig bleibt 😉 Sollte der Fondant etwas kleben, unbedingt etwas mehr Stärke ausstreuen, aber nicht zu großzügig sein!

Nun kann der Fondant auf dem mit Stärke bestreuten Platt rund (ca. Ø 60cm) ausgerollt werden. Hierfür habe ich ein normales Nudelholz verwendet (empfohlen wir immer ein Rollstab). Beim Ausrollen habe ich immer nach einem Rollvorgang den Fondant mit der ganzen Hand von der Platte gelöst, etwas gedreht und erneut gerollt usw. bis ich bei der gewünschten und Größe des Fondants angelangt war.

Zum Überziehen der Torte wird der Fondant dann über das Nudelholz bzw. den Rollstab gerollt und dann gleichmäßig auf der Torte verteilt. Zunächst den Fondant oben glatt streichen und jegliche Luftbläschen ausglätten. Schließlich können auch die Seiten gleichmäßig glatt gestrichen werden und die überstehenden Reste am Boden mit einem scharfen Messer abgeschnitten werden. Et voilà, die Grundtorte ist fertig!!

Ich habe zur Dekoration dann noch Herzen aus pinkem Fondant ausgestochen und einen pinken Streifen um die Torte drapiert, um etwas Farbe ins Spiel zu bringen. Zudem habe ich kleine Dekoblüten mit Zuckerkleber aufgeklebt. Hier kann sich jeder nach Lust und Laune austoben und eine kleine Anmerkung: So lassen sich auch kleine Unebenheiten etc kaschieren 😉

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Wie schon erwähnt, hat mich die Herstellung dieses Törtchen echt Nerven gekostet und ist auch nicht ganz so perfekt geworden wie ich sie mir vorgestellt hatte. Dennoch: Ich bin richtig stolz auf das Ergebnis. Außerdem haben sich meine Eltern riesig über die Torte gefreut und lecker geschmeckt hat sie definitiv auch 🙂 Natürlich ist ein großer Zeitaufwand mit so einer Torte verbunden, allerdings ist es die Überraschung wert und ich werde mich definitiv wieder an so einer Torte versuchen! Aufgrund der langwierigen Herstellungszeit war ich beim Fotografieren dann leider nicht mehr so geduldig und habe die Fotos sehr schlicht gehalten 😀 Das viele Weiß lässt die Fotos nun leider etwas bläulich erscheinen -.- Das ist mega schade!! Aber ich würde mich total freuen, wenn ihr mein Rezept einmal ausprobiert und euch bei mir meldet, wie es geklappt hat!!

Alles Liebe, 

eure Julie ♥

 

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